OTKH op Jöck - Jahrestour 2009 – Einmal anders
Nachdem unsere diesjährige Skitour nach Seeboden ja leider abgesagt werden musste, hatte der Vorstand sich bereit erklärt nach einer Alternative zu suchen. Schnell stand das lange Wochenende über den 1. Maifeiertag fest.
Und schon brodelte die Gerüchteküche. Alle wollten wissen wo es hingeht, was wir machen etc. Aber das sollte doch eine Überraschungstour werden! Der Vorstand hatte alle Hände voll zu tun, Finten zu legen.
Am 20.04.2009 kam dann endlich die ersehnte E-Mail vom Vorstand. Sie enthielt aber lediglich eine Europakarte mit unserem Logo an der Stelle, zu der es ungefähr gehen sollte, und neben Treffpunkt und Abfahrtszeit auch den „Einpackzettel“ für den Koffer. Das muntere Raten ging also weiter. Aber Uli wollte es genauer wissen – und landete in Xanten. Aber was um Himmels Willen sollten wir denn da? Warum hatte ich mich nur angemeldet? Ich wollte doch Spaß!
Am 01. Mai 2009 trafen wir uns dann um 10.30 Uhr wie üblich mit Sack und Pack am Schlachthof zur Fahrt ins Ungewisse. Norbert sollte uns nun also an die ihm auf einem Zettel notierte Adresse fahren. Nach kurzer Begrüßung erhielten wir dann endlich die lang ersehnte Info. Unser Ziel sollte sein: DUISBURG. „Oh, toll“ werden alle gedacht haben. In Duisburg angekommen fanden wir uns dann vor einer Jugendherberge wieder. „Nein, kann nicht sein. Wir haben JAHRESTOUR!“ Aber getreu unseres Tänzerinstinkts „Immer lächeln“ ließen wir uns nichts anmerken. Einchecken konnten wir noch nicht, es war noch zu früh. „Ach wie schade“. Stattdessen ging es zu einer Hafenrundfahrt in Europas größtem Binnenhafen. Dort sammelte uns Norbert nach einer sonnigen und interessanten Fahrt wieder ein.
Dann also jetzt endlich auf zur Jugendherberge. Aber halt! Norbert fuhr irgendwie in eine andere Richtung. Alles nur ein Scherz oder gab’s etwa noch mehr zu besichtigen? Und dann endlich die erlösende Info: unsere Ziel sollte das Wunderland Kalkar sein. Gegen 15.30 Uhr erreichten wir diese. „Tschüss Norbert und bis Sonntag“.
Ausgestattet mit den blauen All-Inclusiv-Bändchen fanden wir uns im kleinen Phantasialand wieder. Und was man alles für das blaue Band am Handgelenk bekommt! Eis, Pommes, Getränke … einen tollen Ausblick über den Rhein, wenn man nur mutig genug ist.
Im Wunderland steht das Kettenkarussell nämlich im Kühlturm und wird dann über den oberen Rand gezogen. Im Anschluss daran trafen wir uns auf der Sonnenterrasse bei Rotwein mit Fanta. Lecker Christian.Nach dem Essen standen dann Kegel- und Bowlingbahnen für uns bereit. Die Mannschaften waren schnell gelost und auf ging es zu einem internen Wettkampf beider Gruppen. Die Kellner und wir hatten eine Menge Spaß bei Bestellungen wie „20 Barcardi-Cola, bitte“ und später „20 Wasser, bitte“. Und nach so viel Sport wollten wir endlich zu Live-Musik tanzen. Hier bereitete uns im Western-Saloon eine 3-Mann-Band richtig viel Spaß. Als dann die Phase der Kölschen Titel anbrach, gab es kein Halten mehr. Wir stürmten die Tanzfläche und sangen mit der Band um die Wette. Für Heiterkeit sorgten dann noch zwei Tanzgruppenmitglieder. Die beiden verabschiedeten sich ins Bett und waren prompt nach 10 Minuten wieder da. Sie fanden ihr Zimmer nicht mehr! Man kann sich in der Kneipenstraße aber auch wirklich verlaufen!
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen trafen wir uns gegen 10.00 Uhr am Shuttle-Bus nach Kalkar. Mit einem fröhlichen, kölschen Lied auf den Lippen fuhren wir dann ins Zentrum. Dort gibt es jetzt nicht wirklich viel zu sehen. Aber um den Maibaum kann man auf dem Marktplatz prima tanzen.
Nach einem Spaziergang durch den Ort und Besichtigung der St. Nicolai Kirche fanden wir einen Biergarten mit Sonnenterasse an einer noch betriebenen Mühle. Nachdem alle wieder im Bus saßen, unterhielt unser Hänneschen nicht nur uns, sondern auch alle anderen Mitfahrer. Hierbei handelte es sich zum größten Teil um Leverkusener, die einfach herzhaft mitlachen konnten. Am Nachmittag stand das große Beach-Volleyball Wunderland-Turnier an. Natürlich wollten wir Köln vertreten! Wir traten mit zwei Topteams an und belegten in einem hart umkämpften Turnier die Plätze 1 und 2! Parallel dazu spielten acht Einzelkämpfer im Minigolf Wunderland-Turnier um die Plätze. Alle acht Spieler konnten einen Platz unter den ersten 10 Teilnehmern belegen. Wir waren also wirklich erfolgreich und eben nicht nur zum Feiern und Ausnutzen besagter blauer Bändchen hier! Zur Belohnung gab’s dann erstmal für alle ein Bier.Kurz vor dem Abendessen gab es im Weinkeller dann eine Weinprobe. Hier konnte uns Manolo einiges über Weine erzählen. Danke Manolo – Du hast uns prima unterhalten. In ausgelassener Stimmung kamen wir dann beim Abendessen an. Während des Nachtisches dann auf einmal ohrenbetäubendes Geschrei. Manolo stürmte mit bunter Kappe und Megaphone den Speisesaal. „Kinderdisco, Kinderdisco…“. Aber was war das? Marco und Dominique hatten sich der Truppe angeschlossen und verschwanden zur Disco in der Hotelbar.
Während nun ein Teil die Kinderdisco rockte und für mächtig Stimmung bei den Kleinen sorgte, bereitete sich der Rest auf ganz verschieden Weise auf die große Mallorca-Party vor. Gestylt mit den legendären OTKH-Poloshirts zogen wir los. Immer den Schildern in Richtung Tanzsaal folgend irrten wir durch die Katakomben der Kneipenstraße. Treppe runter in der Weinstube, Gang nach rechts, geradeaus, nach lins mit kleiner Steigung und dann plötzlich – eine Treppe. Und oben angekommen gab es tatsächlich unentdeckte Kneipen. Sogar mit Live-Musik. Die Band war leider nicht so prima. Es kam so gar keine Stimmung auf und tanzen wollte auch niemand. Kurz entschlossen nahmen wir den Weg durch den Tunnel zurück in die Hotelbar. Dort war nämlich Karaoke angesagt und einige emsige Sänger wollten unbedingt mitmachen. Und um 3.00 Uhr war dann doch einfach Schluss! Wir waren gerade so gut in Fahrt.Nach Aussage von Anke kamen wir singend („aber ganz süß“) wieder in unserem Hotel an. Da haben wir doch wohl tatsächlich die Frösche übertönt! Ach ja, die Frösche. Überall in der Nähe der Hotels waren kleine Tümpel oder auch Seen angelegt. Laut quakend begrüßten sie uns bereits bei der Anreise. Aber wer jetzt glaubt, Frösche schlafen, der hat sich geirrt! Das muntere Konzert ging den ganzen Tag aber eben auch die ganze Nacht weiter. Aber neben der großen Anzahl an Fröschen gesellten sich auch noch einige kleine, große und weiße Haie zu uns (Kleiner Hai dam dam…). Ob das am Alkohol lag oder einfach an der super Stimmung?
Das Aufstehen am nächsten Morgen (wir mussten um 10.00 Uhr auschecken) fiel nicht allen so leicht. Dem ein oder anderen sah man dann auch das tolle Wochenende an, was aber unserer guten Laune keinen Abbruch tat. Norbert wollte uns gleich wieder abholen. Aber würde er uns so aufgedreht und total übermüdet überhaupt ertragen? Er kann! Kleiner Hai dam dam…
Im Bus kehrte dann auch schnell Ruhe ein. Einige waren aber nicht klein zu kriegen und tranken erstmal ein Bier. So zum Abschluss der Tour. In Köln angekommen wollten dann alle nur noch schnell nach Hause und schlafen. „Tschüss und Kleiner Hai dam dam. Bis bald!“
Mir bleibt am Ende nur zu sagen: „Seeboden – wo liegt denn Seeboden?“ Es war eine tolle Überraschungsfahrt und ließ die Enttäuschung der ausgefallenen Skifahrt schnell vergessen. Wir sind schon gespannt, was uns auf der nächsten Jahrestour erwartet.
Birgit













