Else Gräfin von Schack

Bürgerlicher Name:
Else Schmitz
Familienverhältnisse:
Uneheliche Tochter der Schmitze Billa
Ihr Vater Ulrich Graf von Schack ist zugleich ihr Onkel, der Gatte von Billas Schwester Gertrud.
Entstanden:
um 1900

Bekannt aus:
…durch ihre Mutter Schmitze Billa.

Wissenswertes:
Sie gab sich als Gräfin von Schack aus, obwohl sie nicht berechtigt war diesen Adelstitel zu führen.
Als Gräfin ergaunerte sie Geld und Waren von Handwerkern, Notaren und Möbelverkäufern mit Unterstützung ihrer Mutter Schmitze Billa. Schon 1906 sollten sich ihre Gewinne auf 21000 Mark belaufen haben. Für ihre Betrügereien wurde sie zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Absitzen der Strafe lebte sie in Lausanne in der Schweiz, später im Raum Koblenz.

Requisite:
Schwarzer Spitzenschirm und Geldbeutel aus Spitze weisen auf ihren ergaunerten Gewinn sowie ihre adelige Herkunft hin.

Besonderheiten des Kostüms:
Ihr Festinator mit Federn und passender Litze spiegelt ihren gewünschten Status wider. Sie trägt wie ihre Mutter eine Netzstrumpfhose. Zudem nutzt sie ihr schwarzes Spitzenhöschen um die Männer zu betören und um den Finger zu wickeln.

Auf der Bühne:
Als feine Gräfin, die nicht mit ihren Reizen geizt, versucht sie die Herren um den Finger zu wickeln. So eifert sie anderen Knollendorfen wie Fussich Julche oder Rita Schnell nach, da sie es verstehen, den Männern den Kopf zu verdrehen. Dabei ist sie nicht auf eine Liebschaft aus, sondern auf das Hab und Gut der Herren. Gemeinsam mit ihrer Mutter Schmitze Billa erleichtern sie die Knollendorfer Herren und manchmal auch den Elferrat um das ein oder andere Scheinchen.
Sie ist sehr darauf bedacht, Etikette zu bewahren und damit ihr Bild als Gräfin zu untermauern. Auch ihr Auftreten ist für sie von großer Bedeutung. So schämt sie sich teilweise für das bäuerliche Verhalten ihrer Mutter. Spielende Kinder mag sie gar nicht und schaut diese geringschätzig an oder weist sie zurecht.

Dargestellt von
Ann Katrin Glasemacher

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