Maler Bock

Bürgerlicher Name:
Heinrich Peter Bock

Familienverhältnisse:
ledig
Sohn der Eheleute Joseph Bock und Christine Bock geb. Ockenfeld

Entstanden:
* 30.07.1822 in Köln, Maximinenstraße
† 02.12.1878 in Düren, Provinzial-Irrenanstalt

Bekannt aus:
Ein Kölner Original!

Wissenswertes:
Maler Bock galt als Entertainer und genialer Künstler. Die Heiterkeit der Kölner erregte er allein schon durch sein Auftreten. Obwohl sein Vater wollte, dass er das Metzgerhandwerk erlernen sollte interessierte er sich vielmehr für die Kunst und glänzte schon als junger Mann mit seinem immensen Wissen darüber. 1841 meldete er sich freiwillig beim Militär, aufgrund seines närrischen Verhaltens musste er dort sofort wieder gehen. Von da an trug er zur Erinnerung an seinem linken Schuh einen Sporn. Seine Wohnsitze wechselten mit der Jahreszeit von der Promenade bis zur Stadtmauer, was ihn häufiger in Konflikte mit den Ordnungshütern trieb. In jungen Jahren zeigte er sich den Damen gegenüber eher tölpelhaft. Dies veränderte sich aber, je älter er wurde desto beliebter wurde er bei den Damen, wobei er sich nach einer missglückten Liebschaft nicht mehr fest band. Er galt als Kavalier in jeglicher Hinsicht.

Requisite:
Einen Blumenstrauß, den er der Wirtin eines Brauhauses zum Namenstag überreichte. Daraufhin wurde er meist zu Speis und Trank eingeladen. Anschließend verabschiedete sich und nahm seinen Blumenstrauß wieder mit, um ihn der nächsten Dame zu überreichen.

Besonderheiten des Kostüms:
Sein Auftreten mutet künstlerisch an mit einer karierten Pluderhose, dazu trägt er Gehrock und einen Hut mit einer Malerfeder. An seinem linken Schuh befindet sich ein Sporn.

Auf der Bühne:
Ein überaus enthusiastischer Freund der Kunst, der immer heiter und fröhlich die anderen Knollendorfer unterhält. Er vergnügt sich gerne, wild gestikulierend schwingt er ungehemmt, manchmal auch bei einem Bier, seine Reden. Wenn er nicht über seine Kunstwerke spricht, dann schließt er sich auch dem Klüngel oder einem netten Geschwätz an. Man sieht ihn häufig in Kontakt mit den Damen, bei denen er sehr beliebt ist und denen er stets schöne Augen macht.

Dargestellt von
Rainer Zimmermann

Kommentare sind geschlossen.