Speimanes

Bürgerlicher Name:
Hermann Lappleder, später Herrmann Quanzius

Familienverhältnisse:
alleinstehend
Entstanden:
um 1900

Bekannt aus:
…dem Hänneschen Theater

Wissenswertes:
Im Hochdeutschen würde man ihn „Spuckender Hermann“ nennen. Trotz Stottern und feuchter Aussprache sowie einem Buckel überspielt er seine Schwächen gekonnt humorvoll. Sein ausgeglichenes und lustiges Temperament und seine Lebensklugheit zeichnen ihn ebenso aus wie seine Toleranz. Zwar drängt er sich nicht in den Vordergrund, ist aber dennoch auf seinen Vorteil bedacht. Häufig steht er für die Schwächeren ein und regelt so manches Problem durch seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Er ist eine der gern gesehenen Knollendorfer Figuren und bei den anderen durchaus beliebt. Im Theater wurde er besonders durch seine Funktion als Literat der Puppensitzung bekannt und beliebt. So gibt er dem Sitzungspräsidenten „die Woosch“, eine Blutwurst, die als Ordenersatz den Auftretenden verliehen wird mit dem mittlerweile sehr bekannten Ausruf: „Hääärr Pppräsident – die Woosch!“.

Requisite:
Die Woosch – eine Flönz (hochdeutsch: Blutwurst)

Besonderheiten des Kostüms:
Analog zur Darstellung im Hänneschen Theater trägt er eine beige Hose und ein grünblaues Jackett mit großen Knöpfen. Am Rücken ist deutlich sein Buckel sichtbar. Besonders auffällig ist auch die große grüne Schleife um den Hals und ein Strohhut mit schwarzem Band.

Auf der Bühne:
Laut prustend und lachend kommentiert er, häufig auch durch Gestik und Mimik, die Fehler anderer, weiß aber dennoch bei Bedarf zu vermitteln. Durch seine feuchte Aussprache steht sein Gegenüber häufig im „Regen“. Oft läuft er auch eilig hin und her, um in Knollendorf Dinge zu regeln oder den nächsten Programmpunkt seiner Puppensitzung auf den Auftritt vorzubereiten.

Dargestellt von
Alexander Jordan

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