Urjels Palm

Bürgerlicher Name:
Johann Josef Palm
Familienverhältnisse:
Sohn des Tagelöhners Franz Palm und seiner Ehefrau Katharina Franzen.
Verheiratet in erster Ehe mit Cäcilia Hack, aus der vier Kinder stammen.
Verheiratet in zweiter Ehe mit der Dienstmagd Sophia Kollgraff, aus der neun weitere Kinder hervorgingen.
Entstanden:
* 28. April 1801 in Köln, Kleine Neugasse
† 29. Januar 1882 in Köln, Unter Krahnenbäumen
Bekannt aus:
Ein Kölner Original!

Wissenswertes:
Als gelernter Maler, Vergolder und Lackierer zog der arbeitslose Urjels-Palm als vornehmer Straßenmusiker in den 1840iger Jahren durch die Gassen der Kölner Altstadt, um Geld für seine Familie zu verdienen. Seine selbst ausgedachten Melodien und Texte erfreuten vor allem die Kinder, die ihn tanzend und voller Freude begleiteten.
Diese Art den Lebensunterhalt zu bestreiten diente zunächst eigentlich als Scherz, führte später jedoch dazu, dass er als Organist in Remagen tätig sein konnte.
Bis kurz vor seinem Tode zog der altersschwache, ehemalige Militärinvalide mit seiner Orgel durch die Straßen.

Requisite:
Eine Orgel, die er vor seinem Oberkörper trägt.

Besonderheiten des Kostüms:
Er trägt seinen Kolpak (eine Husarenmütze) und eine Husarenuniform in blau-gold.

Auf der Bühne:
Seine Orgel lässt der Urjels-Palm zurzeit zu Hause und trägt unsere Standarte durch die Säle. Auf der Bühne zeigt er sich eher als stiller Beobachter, der hin und wieder über die Verhaltensweisen einzelner Knollendorfer verwundert ist, aber stets mit einer geduldigen Ruhe und seiner Gelassenheit jedes Individuum akzeptiert.

Dargestellt von
Hans Kieback

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